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Gedanken müssen erschaffen werden

Nach den Ergebnissen einer neuen Studie haben Menschen über 6000 Gedanken an einem Tag. Was machen wir mit so vielen Gedanken? Da Gedanken wieder verschwinden oder besser: überlagert werden, ist es oft nicht besonders hilfreich Gedanken einfach nur zu haben’. Denn unser Gehirn sortiert die Gedanken nicht nach Wichtigkeit, sondern vielmehr nach Dringlichkeit. Diese Erkenntnis ist die Grundlage für fast alle Produktivitätsstrategien.

Um auch nur ein Bruchteil dieser Gedankenwellen einigermaßen sinnvoll zu nutzen, ist es notwendig die Gedanken von einer geistigen Ebene, wo sie entstehen, auch noch physisch zu erschaffen’.

In meiner Erfahrung können Ziele, die als Gedanken beginnen, nur dann erreicht werden, also als Handlungen enden, wenn sie auch physisch entstanden sind: z.B. aufgeschrieben wurden.

Ein Beispiel dafür ist etwas was ich mein Highlight des Tages’ nenne.

In meinem Bullet-Journal schreibe ich jeden Tag ein [G] in die erste, und ein [H] in die zweite Zeile. Das [G] steht für gratitude’. In diese Zeile schreibe ich ein paar Gedanken, für die ich besonders dankbar bin. Meistens einfach das, was mir gerade in den Sinn kommt.

Das [H] steht für Highlight. Es repräsentiert die Aufgabe, teilweise aber einfach eine bestimmte Denkart, die ich an dem Tag besonders fördern möchte.

Jedes Mal wenn ich etwas als mein Highlight des Tages’ aufschreibe, dann schaffe ich es viel näher an dieses Ziel zu kommen, als wenn ich den Gedanken nicht erschaffen’ hätte. Beispielsweise schreibe ich, eigentlich öfters als ich es zugeben möchte, auf meinen Sohn eingehen’, geduldig mit Thore sein’ oder Fahrrad fahren mit Thore’.

Dieser kleine Trick’, einen Gedanken von der geistigen Ebene in die physische Welt zu erschaffen’, ist oft der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg.


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